Partikelfilter

Dieselpartikelfilter (DPF)

Der Dieselpartikelfilter (DPF) dient eigentlich dazu die bei Verbrennung von Diesel entstehenden Partikel zu filtern. Dies geschieht nicht ganz rückstandsfrei. Asche bildet sich im Filter und führt dazu, dass sich Abgasgegendruck des Filters und damit auch der Kraftstoffverbrauch erhöht. Regenerationsfahrten werden notwendig, verstopfte Filter müssen in der Werkstatt regeneriert werden, das Fahrzeug fährt nur noch in einem Notprogramm.
Meistens erfolgt ein Neutausch von Dieselpartikelfilter. Sollte eine Zwangsregeneration von ihrer Werkstatt nicht mehr möglich sein passen wir für sie den Beladungszustand des Filters an und eine erneute Regeneration kann nochmals gestartet werden.
Dieselpartikelfilter werden nicht ausgebaut, sondern falls nötig durch leistungsfähigere ersetzt.

Ottopartikelfilter (OPF)

Ein Ottopartikelfilter unterscheidet sich in erster Linie kaum von einem Dieselpartikelfilter. Es handelt sich um einen geschlossenen Partikelfilter, in dem eine hochporöse hitzebeständige Cordierit-Keramik eingesetzt wird. Die im Abgas enthaltenen Rußpartikel bleiben auf der rauen Keramikoberfläche haften. Die durch den Filter strömenden Abgase aus dem Ottomotor sorgen für ausreichend hohe Temperaturen, damit die im Filter verbliebenen Partikel zu unbrennbarer Asche verbrannt werden. Hierfür ist – im Gegensatz zum Dieselpartikelfilter – keine aktive Regeneration des Filters während des Fahrbetriebs vonnöten.

Ottopartikelfilter werden in Fahrzeugen mit Benzindirekteinspritzung verwendet, damit diese den Emissionsgrenzwert für die im Abgas enthaltenen Partikel einhalten, der ab der Abgasnorm Euro 6c gilt.

Tuning-Eintragung

1) Leistungssteigerung über 5 % bis maximal 30 %, Leistungsminderung über 5 % bis maximal 25 % (z.B. „Chiptuning“)

Änderungen am Motor welche eine Leistungsänderung von mehr als 5 %, aber von maximal 25 % bei Leistungsminderung bzw. maximal 30 % bei Leistungssteigerung ergeben, erfordern eine Eintragung in das Genehmigungsdokument. Dazu ist eine Freigabe des Fahrzeugherstellers bzw. ein Gutachten eines bevollmächtigten Ziviltechnikers erforderlich. Dabei muss beachtet werden, dass sich hinsichtlich Abgas und Betriebsgeräusch keine Verschlechterung ergeben darf.

Benötigte Unterlagen für die Eintragung ins Genehmigungsdokument:

  • Freigabe des Fahrzeugherstellers bzw. seines Bevollmächtigten oder Ziviltechnikergutachten oder Gutachten anderer geeigneter neutraler Prüfstellen (Technischer Dienste). Aussage hinsichtlich Bremse etc.
  • Werkstättenbestätigung über sach- und fachgerechten Umbau.
  • Nachweis der erfüllten Abgasrichtlinie.
  • Nachweis über die eingehaltene Richtlinie für Fahr- und Standgeräusch.
  • Nachweis der erfüllten Bremsenrichtlinie (nur bei Leistungssteigerung).
  • Nachweis bezüglich der Motorleistung gemessen nach der geltenden Richtlinie.
  • Nachweis bezüglich der Bauartgeschwindigkeit gemessen nach der geltenden Richtlinie.
  • Weitere erforderliche zusätzliche Nachweise werden bei der Prüfung festgelegt.

2) Leistungssteigerung über 30 % und Leistungsminderung über 25 %

Änderungen am Motor welche eine Leistungserhöhung von mehr als 30 % bzw. eine Leistungsminderung von mehr als 25 % ergeben, erfordern eine neue Einzelgenehmigung. Dazu ist eine Freigabe des Fahrzeugherstellers bzw. ein Gutachten eines bevollmächtigten Ziviltechnikers erforderlich. Dabei muss beachtet werden, dass sich hinsichtlich Abgas und Betriebsgeräusch keine Verschlechterung ergeben darf.

Benötigte Unterlagen für die Eintragung ins Genehmigungsdokument:

  • Freigabe des Fahrzeugherstellers bzw. seines Bevollmächtigten oder Ziviltechnikergutachten oder Gutachten anderer geeigneter neutraler Prüfstellen (Technischer Dienste)
  • Werkstättenbestätigung über sach- und fachgerechten Umbau.
  • Nachweis der erfüllten Abgasrichtlinie.
  • Nachweis über die eingehaltene Richtlinie für Fahr- und Standgeräusch.
  • Nachweis der erfüllten Bremsenrichtlinie (nur bei Leistungssteigerung).
  • Nachweis bezüglich der Motorleistung gemessen nach der geltenden Richtlinie.
  • Nachweis bezüglich der Bauartgeschwindigkeit gemessen nach der geltenden Richtlinie.
  • Weitere erforderliche zusätzliche Nachweise werden bei der Prüfung festgelegt.

3) Leistungsänderungen bis einschließlich 5%

Derartige Änderungen sind als nicht wesentlich anzusehen und damit im Genehmigungsdokument nicht einzutragen.

Hinweis: Haben derartige Änderungen Auswirkungen auf andere Eigenschaften wie z.B. das Betriebsgeräusch bei anderen Ansaug- Luftfiltern, müssen diese jedenfalls eine Bauteilgenehmigung aufweisen und dürfen keine Verschlechterung der Verkehrs- und Betriebssicherheit nach sich ziehen.

Quelle: Amt der NÖ Landesregierung Abteilung Technische Kraftfahrzeugangelegenheiten. Stand: 24.10.2017